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Von: Horst Mahler <horst_mahler@yahoo.de>
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Gesendet: 20:13 Dienstag, 20.September 2016
Betreff: Unsere heutige Unterhaltung mit L.

Was mir bei dem Gespräch mit L.  auffiel.

 Er argumentierte durchweg moralisch. Quintessence: weil wir den Negern Unrecht angetan haben, hätten sie jetzt einen Entschädigungsanspruch und der gehe auf unsere Heimat.

D.h. er postuliert, daß die Geschichte ganz anders hätte verlaufen sollen, als sie tatsächlich verlaufen ist. Er gibt  sich damit schlauer als der Liebe Gott.  Steigt man auf seine Argumente ein, macht man sich selbst zum Affen. Er redet und redet – und weiß gar nicht, worüber er redet, denn er weiß  nicht, was  Geschichte ist.

Die Welt wußte bis zum Erscheinen Hegels ganz allgemein nicht, was Geschichte ist. Man wußte von Interessen und von unterschiedlicher Macht, sie geltend zu machen. Im Verhältnis der Völker zueinander waltete nicht Recht, sondern die Gewalt  des Stärkeren: Raub und Totschlag. Der Austausch, soweit er stattfand, verschleierte nur das Gewaltverhältnis, änderte aber nichts an seinem Wesen – bis auf den heutigen Tag. Zu diesem Thema hat Lenin Bahnbrechendes gesagt – und damit Geschichte gemacht. Die antikoloniale Befreiungsbewegung hatte in  seiner Theorie des „nichtäquivalenten Austauschs“ die  Grundlage für ein neues Selbstbewußtseins gefunden. Sie wirkt sich heute in der Anspruchshaltung aus, mit der Afrikaner und Asiaten in unsere Lebenswelt einbrechen und diese zerstören.

Hegel hat erkannt, daß der Geist (und der Mensch ist Geist) die Weltgeschichte aus sich hervorbringt als einen einheitlichen Entwicklungsprozeß zur Darstellung dessen, was er als Trieb von Anfang an in sich hat. Der Trieb als Zweck ist die Freiheit des Geistes, d.h. das Bewußtsein,  von nichts bestimmt zu sein, das er nicht selbst ist (Negation der Fremdherrschaft).

Das ist die einzig wahrhafte Deutung der Geschichte. Alles andere ist nur müßiges Geschwätz. In diesem Deutungshorizont sticht hervor die  Einsicht in die Endlichkeit JAHWEs, des Nationalgottes der Judenheit. Dessen Wesen ist die Trennung von Mensch und Gott. Hegel zeigt, daß diese Trennung gar nicht gedacht werden kann, also nur eine Meinung ohne Wahrheitswert ist. Ohne diesen Gott ist die Judenheit ein Nichts.

Dieser ist die von dieser Einsicht ausgehende  Gefahr für ihre völkische Identität  bewußt. Das Mittel, dieser Gefahr zu begegnen, ist die vollständige Destruktion der Hegelschen Philosophie gepaart mit der  moralischen Geschichtsbetrachtung. Diese wurde dem Deutschen Volk nach der Niederlage des Reiches mit der  „Umerziehung“ aufgezwungen. L. ist ein bewußtloses Opfer dieses Anschlages auf den Deutschen Volksgeist.

 

  1. September 2016

H.