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Vorbemerkung

Es gilt als unhöflich, jemandem Dummheit zu bescheinigen. Dummheit ist das Unvermögen, etwas wahrzunehmen. Sie ist der Gegensatz zur Intelligenz, als der Fähigkeit, Dinge wahrnehmen, unterscheiden und damit zwischen ihnen wählen zu können.

Geht es ums Überleben, hat die Höflichkeit zu schweigen. Bernhard Schaub gibt sich als Gründer und Vordenker der „Europäischen Aktion“ aus, die sich anheischig macht, Europa mittels einer Revolution aus Todesgefahr zu retten. Wer so auftritt, verdient es, daß man ihm seine mangelnde Intelligenz aufzeigt, um andere vor Schaden zu bewahren.

Er gibt uns ein Beispiel davon, wie man mit vielen Worten nichts sagen kann.

Rigolf Hennig, ein alter Freund und Mitstreiter, ist der Deutschland- Repräsentant der „Europäischen Aktion“. In dieser Eigenschaft hat er mir einen Text des „Vordenkers“ („Aufbruch in Deutschland“ – http://www.bernhard-schaub.com/2016/03/21/aufbruch-in-deutschland/ ) zur Kenntnis gebracht. Nachdem ich das Elaborat gelesen hatte, fühlte ich mich veranlaßt, wie folgt an ihn zu schreiben.

Horst Mahler
horst_mahler@yahoo.de
Kleinmachnow, am 24.09.2016

Lieber Rigolf,

ich habe den Besinnungsaufsatz von Bernhard Schaub zur Kenntnis genommen. Er weiß nicht, was Geschichte ist und steht deshalb vollumfänglich außerhalb des Deutschen Volksgeistes, weiß nichts von dessen heilsgeschichtlicher Sendung. Dieser Eidgenosse hält es für angezeigt, dem Deutschen Reich neuerlich einen Souveränitätsverzicht zu gebieten, statt dessen abendländische Führungsrolle zu denken.

Die kleine Schweiz hätte nun wirklich allen Grund, sich von jeglichem Mißtrauen gegen das Deutsche Reich fern zu halten.

Die Verteidigungsfähigkeit eines Volkes ist seine Souveränität. Verteidigungsbündnisse funktionieren nur, wenn sie von einer souveränen und starken Führungsmacht bestimmt sind. Nichts ist gefährlicher, als die Fesselung der militärischen Potenz eines Volkes an einen paritätischen Verteidigungsrat eines Völkergemischs. Dieses zu entzweien ist für einen starken Feind eine leichte Fingerübung, es sei denn, daß die negatorische Reaktion der Führungsmacht zu fürchten ist.

Europa ist nur ein geographischer Begriff und wird auch in Zukunft nicht mehr sein, als das. Die „Europäische Aktion“ vernichtet sich schon mit ihrem Namen. Die kulturelle und politische Substanz des Kontinents ist als christliches Abendland zur Blüte gelangt.

B.S. kennt nicht den Grund der Macht unseres Feindes (das sind nicht die USA) und deshalb kennt er auch nicht dessen prinzipielle Schwäche. Statt dessen bemüht er, wie alle Materialisten, das Gespenst der Übermacht der USA und Chinas, erkennt diese nicht als Riesen auf tönernden Füssen. Deshalb denkt er auch nicht darüber nach, wie dem Feind die Füße wegzuschlagen sind.

Der Ruf nach Einigkeit der „Opposition“ ist nichts anderes als die Einladung, sich in eine Fallgrube zu stürzen. Er hat Hitlers „Mein Kampf“ entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Ob er wohl schon mal was von der „kontrollierten Opposition“ gehört hat? Aber das kann hier dahinstehen, denn wir haben aus Bernhards Feder einen hübschen Spaltpilz vor uns, der beweist, daß er gar nicht weiß, was er sagt. Wir lesen bei ihm:

„Von allem Anfang an aber brauchen wir ein gemeinsames politisches Programm und eine identitäre Weltanschauung. Und hier beginnt das vielleicht größte Problem. Solange eine angebliche Opposition die ‚jüdisch-christlichen‘ Wurzeln des Abendlandes verteidigen will, ist nichts von ihr zu hoffen, selbst wenn es sich bei derlei Formulierungen nur um Kalkül handeln sollte. Es ist jetzt nicht mehr die Zeit des Taktierens.“

Was ist – Pardon – eine „identitäre Weltanschauung“? Ist es jene Lehre, die Völker als Organismen begreift, die eine identitätsstiftende Seele in sich haben? Das ist das Wesen des Tieres. So dürftig sollten wir uns nicht darstellen lassen! Wir sind Geist, dessen Wesen Denken ist. Davon findet sich bei B.S. keine Spur. Er will uns seine „7 Punkte“ aufschwatzen und stempelt jene Denkrichtung zur „angeblichen Opposition“, die das Ausreißen der christlichen Wurzeln des Abendlandes verhindern will (die er mit der unsinnigen Wortkombination „jüdisch-christlich“ verunglimpft, um für seinen nebulosen germanischen Götterkult Raum zu schaffen).

Es gilt, das Deutsche Volk neuerlich als Weltanschauungsgemeinschaft zu einen. Das geschieht durch Kampf gegen den Feind, dessen Wesen zu erkennen und zu benennen ist. Denn nur dadurch erscheint die Deutsche Weltanschauung auf dem Kampfplatz und alle Welt wird erfahren, daß diese nichts mit dem Retro-Kult um die untergegangene germanische Götterwelt zu tun hat. Was müßten unsere Ahnen für Schwächlinge und Dummköpfe gewesen sein, wenn sie ihr Höchstes, ihre Götter, den christlichen Missionaren dahingegeben hätten, ohne daß darin Vernunft waltet? Wäre Germanien ohne Vernunft den „Minusseelen“ erlegen, wäre es nicht wert, daß man sich seiner erinnerte. Die in diesem Vorstellungssystem zum Ausdruck kommende Denkschwäche ist die Schwäche des „nationalen Widerstandes“. B.S. macht diese sich zu eigen.

Auch wär’s um den „arischen Genpool“ schlecht bestellt. Dieser würde uns als Sklaven zur Nutzung für den semitischen bzw. khasarischen Geenpool generieren. Ja, in einem gewissen Sinne brächte er sich in einer freiheitsuntauglichen Spezies zur Darstellung. Pfui Teufel!

B.S. hat deshalb auch immer noch nicht den Mut gefunden, den Feind bei seinem richtigen Namen zu nennen, denn er weiß nichts von der Bedeutung dieser Namensnennung. Solange der Name des Feindes nicht laut und deutlich ausgesprochen ist, wird er in den Reihen der „Opposition“ an vorderster Front mitmischen und die Führung übernehmen, um im Lager der Widerständler ein Chaos anzurichten.

Die Sticheleien gegen das Christentum bezeugen eine kaum zu überbietende Dummheit. Diese suggeriert uns einen Menschenschlag, dem die Kulturfähigkeit abgeht. Die mehr als dreitausendjährige Geschichte der mediterranen und atlantischen Mächte wäre ein einziger Irrlauf, der jetzt erst durch Bernhard Schaub und seine „Europäische Aktion“ ein Ende finden könnte.

Nein danke!

Herzliche Grüße
Horst

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